Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - Newsletterinhalte

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31.10.2018

Schwarzbuch 2018 Landsberg am Lech - Riskante Finanzderivatgeschäfte

Nachlese

Riskante Finanzderivatgeschäfte führten in der Stadt Landsberg am Lech zu einem Schaden in Millionenhöhe. Bis Redaktionsschluss des Schwarzbuches des Bundes der Steuerzahler ist es – trotz eines Rechtsstreits durch zwei Instanzen – jedenfalls nicht gelungen, die verlorenen Millionen von dem beratenden Bankhaus zurückzuholen.







Landsberg am Lech. Bereits in seinem Schwarzbuch 2012 hatte der Bund der Steuerzahler die äußerst riskanten Finanzderivatgeschäfte der Stadt Landsberg am Lech gerügt. Dabei wird zur Senkung der Zinslast von Darlehen auf die künftige Entwicklung von Zinsen spekuliert. Wie bei einer Wette kann man bei diesen spekulativen Geschäften alles verlieren. Das Jonglieren mit den hoch risikobehafteten Finanzprodukten blieb für die Landsberger Steuerzahler nicht ohne Folgen. Man verlor bei den gewagten Spekulationsgeschäften knapp 7 Millionen Euro. Die Stadt Landsberg am Lech fühlte sich bei den Finanzderivatgeschäften falsch beraten und will die verlorenen Millionen von dem sie beratenden Bankhaus wieder zurückholen. Daher hat man bereits im März 2012 Klage gegen das beratende Bankhaus eingereicht. Doch leider hat die Stadt Landsberg am Lech den Zivilprozess in erster und zweiter Instanz verloren. Derzeit ist die Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH) anhängig. Das heißt: Der BGH hat nun zu entscheiden, ob die Revision gegen das Berufungsurteil zuzulassen ist. Falls auch die Nichtzulassungsbeschwerde verloren wird, werden die Landsberger Steuerzahler letztlich die Leidtragenden des ganzen finanziellen Desasters sein. Falls die Nichtzulassungsbeschwerde Erfolg haben sollte, geht der Prozess in die dritte Runde.

DER BUND DER STEUERZAHLER MEINT
Nach dem Motto „Schuster bleib bei deinen Leisten“ hätte man sich von vornherein
gar nicht erst auf hoch risikobehaftete Finanzderivatgeschäfte einlassen dürfen. Den
finanziellen Verlust müssen jedenfalls die Landsberger Steuerzahler ausbaden.
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