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31.10.2018

Schwarzbuch 2018 Herrsching - Neues Verkehrskonzept

Brücken, Straßen & Verkehr

Kein sehr glückliches Händchen hatte die Gemeinde Herrsching am Ammersee
mit ihrem neuen Verkehrskonzept. Rund 145.000 Euro hat man allein für Pflanztröge und deren Bepflanzung ausgegeben.














Herrsching. Bereits seit vielen, vielen Jahren befasste sich die Gemeinde Herrsching am Ammersee mit dem Thema „Verkehr“. 2012 wurden dann schließlich „Planungen für ein Gesamtverkehrskonzept“ in Auftrag gegeben. Im Zuge der Erstellung dieses Verkehrs und Mobilitätskonzeptes wurde ein Leitbild erarbeitet und es fanden diverse öffentliche Gemeinderatssitzungen, Bürgerbefragungen, Informationsveranstaltungen und begleitende Arbeitskreissitzungen statt. In allen Sitzungen und Versammlungen spielten die Themen „flächendeckende Tempo 30 Regelung“ und „Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer“ eine große Rolle. Weitere Planungsaufträge für Ausbaukonzepte und Vorplanungen etc. wurden erteilt. Da allerdings die „Ausbaukonzepte kurzfristig finanziell nicht umsetzbar waren“, wurde „für die Seestraße und die Summerstraße eine Planung für ‚Sofortmaßnahmen‘ mit Querungshilfen für Fußgänger und Baumtoren“ als Versuch in Auftrag gegeben. So wurden beispielsweise an Einfahrten und auf Parkflächen 25 Pflanztröge, bepflanzt mit jeweils einem Baum, und zwar überwiegend neben oder unter einem bereits bestehenden Baumbestand, aufgestellt. Nicht wenige Anwohner und Herrschinger Bürger erachten die Kübel als platzraubend, geschmacklos, völlig unnötig und keineswegs verkehrsberuhigend. Schulkinder sind nämlich beim Überqueren der Straße hinter den Trögen kaum sichtbar und der Verkehr wird durch die Pflanzkübel auch nicht „beruhigter“. Die Kosten für die Pflanztröge, einschließlich Bepflanzung, belaufen sich auf rund 145.000 Euro. Die gesamten Planungskosten für das neue „Verkehrs- und Mobilitätskonzept“, das Herrsching attraktiver machen soll, liegen bei ca. 233.765 Euro. Nach Mitteilung des Bürgermeisters der Gemeinde Herrsching am Ammersee seien die öffentlichen Mittel „sachgerecht verwendet“ und das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei gerechtfertigt, da die Maßnahmen den Zweck der Verkehrsberuhigung erfüllen, auch wenn nach einer „Probephase“ der eine oder andere Baumtrog versetzt werden muss beziehungsweise schon versetzt worden ist.


DER BUND DER STEUERZAHLER MEINT
Weniger an Grün und Kosten in der idyllisch gelegenen Gemeinde Herrsching am Ammersee wäre hier vielleicht mehr gewesen.
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