Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - Newsletterinhalte

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29.09.2017

Schwarzbuch 2017 - Maximillianeum

Teure Fehler
Fehlender Durchblick im Maximilianeum

Teuer zu stehen kommt den bayerischen Steuerzahlern die Erneuerung der Fensterfront der Westfassade des Maximilianeums – der Sitz des Bayerischen Landtags in München. Dort wurde Fensterglas gleich zwei Mal hintereinander ausgetauscht.





München.
Über fehlenden Durchblick klagten Mitglieder des Bayerischen Landtags, nachdem die altersbedingt sanierungsbedürftigen Fenster der Westfassade des Maximilianeums von März 2014 bis Oktober 2015 ausgetauscht worden waren. Durch diese Sanierung sollte den heutigen Anforderungen an Energieeinsparung und Verkehrssicherheit Genüge getan werden und gleichzeitig das ursprüngliche Erscheinungsbild der Hauptfassade und die historisch wertvolle Bausubstanz erhalten bleiben. Das verbaute, vom Landesamt für Denkmalpflege verbindlich empfohlene historisierende Goetheglas war aber „nicht klar durchsichtig“ und störte so den Blick auf die Stadt. Daher wurde das zunächst verbaute Goetheglas, das sich als nicht praktikabel erwiesen hat, durch klares, vollständig durchsichtiges Glas ersetzt. Die Kosten für den erneuten Austausch der Fensterscheiben, die das Hindurchsehen erlauben, betrugen zusätzlich 120.000 Euro.

Allerdings ist die Bayerische Landtagspräsidentin dem Bund der Steuerzahler eine Antwort auf die Frage, wie hoch denn die Kosten für das zunächst verbaute historisierende Goetheglas waren, leider schuldig geblieben.

Der Bund der Steuerzahler fragt:
Hätte man nicht vorab klären können, ob das zu verbauende Glas auch den Ansprüchen genügt? Der nochmalige Austausch der Glaselemente und der damit geschaffene „Durchblick“ kommt jedenfalls die bayerischen Steuerzahler teuer zu stehen.
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