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16.09.2012

Schwarzbuch 2012 - München - Tiefgarage Abfallwirtschaftsbetrieb

Gleichsam zu einem Fass ohne Boden
wurde für die Landeshauptstadt München die Sanie¬rung der vor 14 Jahren errichteten Tiefgarage der Zentrale ihres Abfallwirtschaftsbetriebs am Georg-Brauchle-Ring. Über die Jahre sickerte Salzwasser in Betonwände und –decken der Tiefgarage, die unter dem „Haupterschließungsknoten“ des Betriebsgeländes liegt, der im Winter eisfrei gehalten werden muss.

Infolge offenbar mangelhafter Abdichtung wurden die Wände und Decken der Tiefgarage durch das Salzwasser mehr oder weniger zersetzt. Die Sanierungskosten belaufen sich auf ca. 14 Mio. €. Weitere 2,5 Mio. € mussten für die Errichtung von Ersatzflächen ausgegeben werden, um den Betrieb der Abfallwirtschaftszentrale während der Sanierungsmaßnahmen weiterhin aufrecht zu erhalten.
Pech für die Münchner Bürger und Gebührenzahler: Eine rechtliche Prüfung brachte zutage, dass offenbar weder gegen die Planer der Tiefgarage noch gegen die bauausführenden Firmen erfolgreich durchzusetzende Regressansprüche bestehen. Man hatte es dem Vernehmen nach schlechthin versäumt, Gewährleistungsansprüche rechtzeitig geltend zu machen. Daher lässt die Landeshauptstadt München von einem externen Gutachter klären, ab wann die Mängelursachen hätten erkannt und sachgerecht beseitigt werden können. Das Ergebnis dieser Prüfung lag zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler noch nicht vor. Es bleibt daher zu hoffen, dass die Suche nach Verantwortlichen nicht solange andauert, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Am Ende wird wohl der Münchner Gebührenzahler für den Schaden gerade stehen müssen.

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