Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - Newsletterinhalte

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16.09.2012

Schwarzbuch 2012 - Hof Freiheitshalle

Hof. Müssen Bauvorhaben der öffentlichen Hand immer mit Kostensteigerungen verbunden sein? Diesen Eindruck gewinnt man jedenfalls bei der Generalsanierung und dem Teilneubau der Freiheitshalle in der Stadt Hof. Eine Generalsanierung mit Erweiterung der Halle als zentrale Kultureinrichtung, in der unter anderem auch die Hofer Symphoniker ihre Konzerte abhalten, war erforderlich geworden, musste doch die alte Freiheitshalle im Mai 2009 aus bauordnungsrechtlichen Gründen geschlossen werden.

Zu Beginn der Planung im Jahr 2009 ging man von einer Kostenschätzung von 25,9 Mio. € für die Generalsanierung und einen Teilneubau der Hofer Freiheitshalle aus. Doch man wurde schnell eines Besseren belehrt und musste deutliche Kostensteigerungen hinnehmen. Allgemeine Preissteigerungen und u. a. die Einbeziehung weiterer energetischer Sanierungsmaßnahmen haben die Gesamtkosten des Projekts auf 35,85 Mio. € explodieren lassen. Wenn sich auch der Freistaat Bayern mit rd. 11 Mio. € und die Oberfrankenstiftung mit 4,8 Mio. € an dem Projekt beteiligt, hat die Kostensteigerung nicht unerhebliche Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Hof. So müssen schließlich Kredite in Höhe von 13,9 Mio. € anstatt der ursprünglich geplanten 8,2 Mio. € aufgenommen werden. Auch die Hofer Steuerzahler sind Leidtragende des kostspieligen Projekts, wurde doch in diesem Jahr der Gewerbesteuerhebesatz um 20 Prozentpunkte auf 400% erhöht.

Auch wenn die Gewerbesteuererhöhung nach Mitteilung des Oberbürgermeisters der Stadt Hof nicht nur aufgrund der Kostensteigerung bei der Freiheitshalle, sondern auch aus anderen haushaltsrechtlichen Gründen erfolgt ist, sind es doch letztlich die Hofer Steuerzahler, die die rd. 40%ige Kostensteigerung ihrer Halle schultern müssen.

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