Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - Newsletterinhalte

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16.09.2012

Schwarzbuch 2012 - Grünbrücke

Bei der sog. „Grünbrücke“ im Neuwirtshauser Forst über die Autobahn A7 in der Nähe der Ausfahrt Bad Kissingen/Oberthulba fragen sich die Steuerzahler, ob es sich hierbei um ein Stück
„Natur- und Wildschutz“ oder schlicht um einen „Schildbürgerstreich“ handelt.

Um Rotwild und Luchs das gefahrlose Überqueren der A7 zu ermöglichen, wurde eine „Grünbrücke“ mit einer Breite von 50 m errichtet. Damit soll die durch die Autobahn entstandene Abgrenzung zwischen den Populationen aufgehoben und eine Verbindung eines Wildtierkorridors geschaffen werden. Dabei führt in einer Entfernung von lediglich rd. 100 m eine kleine 4 m breite Brücke als Verlängerung eines Waldweges über die Autobahn. Darüber sind vermutlich bisher Rehe und Luchse gewechselt, da ein Wildschutzzaun andere Wildwechsel über die Autobahn verhindert habe. Aber „der Standort für eine Grünbrücke im Neuwirtshauser Forst ist mit höchster Priorität sowohl im bayerischen ‚Konzept zur Erhaltung und Wiederherstellung von bedeutsamen Wildkorridoren an Bundesfernstraßen in Bayern’, als auch in der von der Bundesanstalt für Naturschutz in Auftrag gegebenen ‚Prioritätensetzung zur Wiedervernetzung von Ökosystemen, Maßnahmenschwerpunkte zur Überwindung straßenbedingter Barrieren’ enthalten“ – wie die Autobahndirektion Nordbayern den Bund der Steuerzahler wissen ließ. Die erwähnte nur 100 m entfernte Waldwegüberführung war nach Auffassung der Autobahndirektion Nordbayern jedenfalls nicht geeignet, die Funktion der „Grünbrücke“ zu übernehmen. Die Kosten für das Brückenbauwerk von immerhin 5 Millionen Euro aus Bundesmitteln haben jedenfalls die Steuerzahler zu berappen. Diese fragen sich, ob die millionenteure „Grünbrücke“ tatsächlich zwingend erforderlich war.

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