Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - Newsletterinhalte

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12.10.2013

München: ''Heu-Pakete''


Bayerisches Landwirtschaftsministeriun

Heuhaufen
München. Mit einer fragwürdigen Versandaktion machte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten von sich reden. Mit dem Versand von sogenannten „Heu-Paketen“ – Plastiktüten voll mit bestem bayerischen Wiesenheu – an alle dritten und vierten Grund- und Förderschulklassen in Bayern wollte man auf das durchaus sinnvolle Programm „Erlebnis Bauernhof“ aufmerksam machen, das jedem Grund- und Förderschulkind mindestens einmal einen Unterrichtstag auf einem Bauernhof ermöglichen soll. „Das Heu mit dem besonderen Duft, der Farbe, dem Knistern und der Zerbrechlichkeit soll an das Leben in einem Dorf, auf einem Bauernhof erinnern“ – hieß es u. a. in einem Begleitschreiben. Die Kosten für die Beschaffung der 11.350 „Heu-Kissen“, inklusive Begleitmaterial und Porto, beliefen sich auf rund 120.000 Euro. Viele der betroffenen Pädagogen und Schulen waren von der „Heu-Versandaktion“ allerdings wenig angetan. Einige Schulen haben die „Heu-Pakete“ postwendend wieder an das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zurückgeschickt. Nicht wenige Lehrkräfte sahen in dem Heu in der Folie eher ein Entsorgungsproblem als einen Sinnesanreiz. Ganz anderer Auffassung ist der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: „Für eine flächendeckende Bekanntmachung des allseits anerkannten Programms ´Erlebnis Bauernhof´ war der Versand von Informationsmaterialien an die Schulen tatsächlich zwingend erforderlich“. Wegen des Lernverhaltens von Kindern – sie lernen am besten mit allen Sinnen – war die Beigabe von Heu sicher „nicht zwingend notwendig, aber sinnvoll“. Fazit: Eine PR-Aktion der besonderen Art zu Lasten der bayerischen Steuerzahler!

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