Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - In Beamtenversorgung einzuzahlen ist kein Widerspruch zum Schuldenabbau


16.02.2012

In Beamtenversorgung einzuzahlen ist kein Widerspruch zum Schuldenabbau


vlnr: Rolf von Hohenhau (Präsident), Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, RA Maria Ritch (Vizepräsidentin)
Ausgabenprojektion und Reformszenarien der Beamtenversorgung im Freistaat Bayern

Studie im Auftrag des Bundes der Steuerzahler
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen
Dipl.-Vw. Tobias Benz

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Forschungszentrum Generationenverträge
München, 2. Februar 2012

Die Einzahlung in die Rücklage/Rückstellung für die Beamtenversorgung bedeutet nichts anderes als Schuldenabbau. Denn es sind faktisch Schulden, die der Staat hat.

In die Beamtenversorgung einzuzahlen ist kein Widerspruch zum Schuldenabbau
Egal ob man es hören will oder nicht: Wir werden in einigen Jahre die Zeche dafür zahlen, dass so viele Beamte eingestellt wurden. Zunächst kosten sie weniger als Angestellte, aber später müssen Pensionen, Beihilfen usw. gezahlt werden, die das System bei der jetzigen Vorsorge des Staates massiv überlasten werden.
Dabei steht Bayern bei den alten Ländern noch gut da, die Neuen Bundesländer haben dieses Problem so noch nicht.
Um es zu verdeutlichen: Die Studie ist kein "worst case Szenario" - ganz im Gegenteil. Sie extrapoliert nur den Status Quo. Wollte man dieses Problem in den Griff bekommen, müssten rund 35% der monatlichen Beamtengehälter in eine Rücklage gehen!

Derzeit hat der Fonds eine deutlich höhere Rendite als Schuldzinsen gezahlt werden müssen. Geld bekommt der Staat aktuell unter bzw. um die 1%. Es geht grundsätzlich darum, zu erkennen, dass wir mehr in diesen Topf zurücklegen müssen.

Bayern steht dabei sehr gut dar, dank der richtigen Sparpolitik, die Stoiber begonnen hatte und jetzt fortgeführt wird. Trotzdem werden wir Probleme bekommen.

Ohne Gegenmaßnahmen werden die Länder in 25-40 Jahren kein Geld mehr haben, um die Beamtenpensionen zu zahlen. Aber unser Problem wird es dann nicht mehr sein, sondern das Problem unserer Kinder und Enkelkinder! Ein Grund mehr heute Rücklagen zu bilden und gleichzeitig Schulden abzubauen.

Download Kurzfassung Raffelhüschen-Gutachten


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