Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - Endspurt für Steuerzahler 2018

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06.12.2018

Endspurt für Steuerzahler 2018

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Verbilligte Vermietung – Prüfen, ob Miethöhe ausreichend ist
Vermieter, die ihre Wohnungen zu einem günstigen Mietpreis an Angehörige oder fremde Dritte vermieten, sollten zum Jahreswechsel die Miethöhe überprüfen. Wenn mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete vereinbart ist, können die mit den Mieteinnahmen zusammenhängenden Ausgaben wie z. B. Finanzierungszinsen voll als Werbungskosten abgezogen werden. Liegt die Miete unterhalb der 66-Prozent-Grenze, können die Aufwendungen für die vermietete Wohnung hingegen nur anteilig abgesetzt wer-den. Mietverträge sollten aus diesem Grund regelmäßig überprüft werden, ob sie noch den ortsüblichen Bedingungen entsprechen. Sollte die Miete unterhalb von 66 Prozent der ortsüblichen Miete liegen und soll der volle Werbungskostenabzug erhalten bleiben, muss die Miete angepasst wer-den. Zur Berechnung der ortsüblichen Miete: Für Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung ist die ortsübliche Kaltmiete zuzüglich der nach der Betriebskostenverordnung umlagefähigen Kosten heranzuziehen (BFH-Urteil vom 10. Mai 2016, Az.: IX R 44/15 und R 21.3 EStR).
Hinweis: Bei einer Vermietung an Angehörige ist darauf zu achten, dass das Mietverhältnis dem so-genannten Fremdvergleich stand-hält. Das heißt, der Mietvertrag und die Durchführung des Vertrags müssen dem entsprechen, was üblicherweise auch mit Fremden vereinbart werden würde. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Vertrag steuerlich nicht anerkannt wird und der Werbungskostenabzug verloren geht. So sollten z. B. Mieten und Nebenkosten von den Angehörigen pünktlich bezahlt werden.
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