Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - Endspurt für Steuerzahler 2018

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06.12.2018

Endspurt für Steuerzahler 2018

Jetzt noch steuern sparen!
Betriebsweihnachtsfeier richtig planen
Zuwendungen des Chefs an seine Mitarbeiter auf einer Betriebsfeier sind lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei, soweit die Aufwendungen für die Betriebsfeier den Betrag von 110 Euro je Arbeitnehmer (inklusive Umsatzsteuer) nicht übersteigen und nicht mehr als zwei Feiern im Jahr stattfinden. Zu den Zuwendungen zählen zum Beispiel Speisen und Getränke oder die Übernahme der Übernachtungs- und Fahrtkosten, auch Auf-wendungen für eine Eintrittskarte zu einer kulturellen oder sportlichen Veranstaltung sind in Ordnung. Der Arbeitgeber kann in diesem Fall die Aufwendungen als Betriebsausgaben abziehen und den Vorsteuerabzug verlangen. Hinweis: Werden im Rahmen einer Betriebsveranstaltung Geschenke übergeben, sollten die Kosten für das Präsent zusammen mit den übrigen Kosten der Feier 110 Euro je Arbeitnehmer nicht übersteigen, um die Steuerfreiheit zu erhalten. Ist der Arbeitgeber etwas großzügiger und wird der 110-Euro-Betrag über-schritten, unterliegt nur der Teil, der den Freibetrag übersteigt, der Lohnbesteuerung. Aber Achtung, diese Regel gilt nicht für die Umsatzsteuer! Bei Überschreiten des 110-Euro-Betrags kann der Unternehmer für den gesamten Betrag keinen Vorsteuerabzug beanspruchen. Wer den Vorsteuerabzug für die Kosten der Weihnachtsfeier nicht verlieren will, sollte maximal mit 110 Euro pro Nase planen.
Tipp: Wer keinen Ärger mit dem Finanzamt riskieren möchte, sollte sich zunächst an die Vorgaben der Finanzverwaltung halten. Ausweislich des BMF-Schreibens vom 14. Oktober 2015 berechnet das Finanzamt die Freigrenze anhand der teilnehmenden Personen. Kosten für miteingeladene Familienangehörige sind dem jeweiligen Mitarbeiter zuzurechnen und in den 110-Euro-Betrag einzurechnen. Wird die 110-Euro-Grenze nach der Rechenweise der Finanzverwaltung aber überschritten, weil die Kosten für die angemeldeten, aber nicht teilnehmenden Kollegen auf die Feiernden umgelegt wurden, kann man sich auf das laufende Verfahren beim Bundesfinanzhof berufen.
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