Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - Vordrucke zur Umsatzsteuer-Voranmeldung geändert

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19.08.2014

Vordrucke zur Umsatzsteuer-Voranmeldung geändert

Neue Formulare gelten ab Oktober 2014

Unternehmer müssen ab Oktober 2014 neue Vordrucke zur Umsatzsteuer-Voranmeldung verwenden. Darauf macht der Bund der Steuerzahler aufmerksam. Freiberufler und Gewerbetreibende sind zur Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen verpflichtet, um angefallene Umsatzsteuer an das Finanzamt zu melden oder abzuführen. Dazu wird der Vordruck Umsatzsteuer-Voranmeldung (USt 1 A) genutzt. Mit Schreiben vom 31. Juli 2014 hat die Finanzverwaltung diesen Vordruck sowie die dazugehörige Anleitung aktualisiert.

Generell hat jeder Unternehmer bis zum 10. Tag nach Ablauf eines Voranmeldungszeitraums eine Voranmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck auf elektronischem Weg zu übermitteln. Der Voranmeldezeitraum richtet sich nach der Höhe der Steuerschuld und muss monatlich oder vierteljährlich erfolgen. Dazu sind die jeweils aktuellen Vordruckmuster der Finanzverwaltung zu verwenden. Ab dem 1. Oktober 2014 ersetzt das neue Formblatt USt 1 A das bisherige Muster. Die Änderungen sind durch das Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften erforderlich geworden: Bei der Lieferung von Edelmetallen und unedlen Metallen sowie bei steuerpflichtigen Lieferungen von Spielekonsolen und Tablet-PCs an einen anderen Unternehmer kommt es durch das Gesetz zu einer Umkehr der Steuerschuldnerschaft. Deshalb müssen ab Oktober diese Umsätze in die Vordruckmuster entsprechend eingetragen werden können. Die Vordrucke wurden daher an die neue Regelung angepasst. Unternehmer sollten darauf achten, ab Oktober die neuen Vordrucke zu verwenden, rät der Bund der Steuerzahler.

Hinweis: Im Ausnahmefall können Unternehmer die Steuervoranmeldungen weiterhin in Papierform abgeben. Dazu ist ein entsprechender Härtefallantrag beim Finanzamt erforderlich, so der Bund der Steuerzahler. Das Finanzamt prüft dann, ob die Teilnahme am elektronischen Verfahren eine unbillige Härte für den Steuerzahler darstellt.

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