Verschwendung 2010: Herrenchiemsee
Dabei steht die Erforderlichkeit der Sanierung des Schlosshotels, das eine schlechte Bausubstanz u.a. mit feuchten und durch Salz belasteten Kellerwänden aufweist, außer Frage, soll doch vielen Besuchern anlässlich der geplanten Bayerischen Landesausstellung zum 125. Todestag König Ludwigs II. im Jahr 2011 auf Herrenchiemsee wieder ein zeitgemäßer Standard zur Verbesserung des Besucherservices geboten werden. Doch bei der Sanierung des Schlosshotels sind dem Freistaat Bayern die Kosten gleichsam davongelaufen. Ging man im Jahr 2008 noch von Kosten in Höhe von 5,9 Mio. € aus, war man Ende 2009 schon bei Kosten in Höhe von rd. 7,93 Mio. € angelangt. Ursächlich für die Kostensteigerung waren u. a. zusätzliche Kosten für die Behebung von Baumängeln (rd. 790.000,-- €), höhere Baunebenkosten (rd. 632.000,-- € u. a. für eine externe Fachplanung), Zuschlag für Unvorhergesehenes (rd. 234.000,-- €, insbesondere für Mehraufwendungen im denkmalgeschützten Bestand) und ein sog. „Inselzuschlag“ (rd. 350.000,-- € wegen höherer Transportkosten aufgrund der Insellage).
Damit sich die Sanierungskosten nicht noch weiter erhöhen, hat man mittlerweile ein Projektsteuerungsbüro beauftragt. Im Sinne der bayerischen Steuerzahler bleibt zu hoffen, dass die Sanierung des Schlosshotels auf Herrenchiemsee im Rahmen der nunmehr genehmigten Gesamtkosten von knapp 8 Mio. € erfolgreich abgewickelt werden kann und nicht wieder neues Geld nachgeschoben werden muss.





