Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - Presseinformationen 2010

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28.10.2010

Bamberg


Kettenbrücke Bamberg
Kein glückliches Händchen hat die Stadt Bamberg bei der Errichtung ihrer Brückenbauwerke. Bei dem Neubau der Kettenbrücke ging man im Rahmen des Wettbewerbs noch von einer „mit allen Unschärfen behafteten, sehr groben Kostenschätzung von 6,1 Mio. € als Projektkosten“ aus.

In der ersten Kostenberechnung Ende des Jahres 2008 wurde die Gesamtmaßnahme „Kettenbrücke“, einschließlich Behelfsbrücke, Straßenbau, Uferwandsicherung etc. mit rd. 12,9 Mio. € veranschlagt. Bereinigt und fortgeschrieben stiegen die Kosten für das Brückenbauwerk im Jahr 2009 trotz Einsparungen (z.B. bei den Treppenabgängen) schon auf 13,4 Mio. €.

Dass man inzwischen bei gigantischen 14,9 Mio. € angelangt ist, ist offenbar auf einen Kalkulationsirrtum des günstigsten Bieters zurückzuführen, aufgrund dessen das ursprüngliche Vergabeverfahren aufgehoben wurde.

Da die einzelnen Bietergemeinschaften nun Kenntnis von den Angebotspreisen ihrer Mitbewerber hatten, wurden entsprechende „Anpassungen“ nach oben in Höhe von rd. 500.000,-- € vorgenommen. Zusätzlich schlugen Mehrkosten u.a. für das Hilfstragwerk, Massenmehrungen bei den Verpresspfählen und für weitere beauftragte Nachträge zu Buche.

Wenn auch für den Neubau der Bamberger Kettenbrücke öffentliche Zuschüsse von rd. 8,7 Mio. € fließen, wird dieser Brückenbau den Bamberger Stadtsäckel belasten. Zu hoffen bleibt, dass die Steuerzahler von weiteren Kostensteigerungen verschont bleiben und dass die Kettenbrücke rechtzeitig – wie geplant – im November 2010 fertiggestellt sein wird.

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