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26.09.2015

Schwarzbuch2015-Landshut - Landmaschinenschule Kostensteigerung


Landshut - Landmaschinenschule
Kapitel: Kostenexplosion

Kostensteigerung beim Neubau der Landmaschinenschule in Landshut
Bauvorhaben der öffentlichen Hand sind nicht selten mit Kostensteigerungen verbunden, so auch beim Bezirk Niederbayern in Landshut. Bei dem Neubau der Landmaschinenschule im Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn sind die Baukosten aus dem Ruder gelaufen.



Landshut. Im November 2012 ging man für das Bauvorhaben im Rahmen der Vorplanung von Kosten in Höhe von 4,44 Millionen Euro brutto aus. Zwischenzeitlich war man bei einem aktuellen Kostenstand von 4,98 Millionen Euro angelangt, die nach Auffassung des beauftragten Architekturbüros vorwiegend auf erhebliche Preissteigerungen seit der Kostenschätzung zurückzuführen sein sollen. Der Bezirk Niederbayern, der Bauherr der neuen Landmaschinenschule, ist jedoch der Auffassung, dass die Kostensteigerung darauf zurückzuführen sei, dass die beauftragten Planungsbüros schlechthin die Kosten „zu knapp kalkuliert“ hätten. Daher hat der Bezirk Niederbayern im November 2013 die ursprünglich genehmigten Gesamtkosten über den aktuellen Kostenstand hinaus auf 5,27 Millionen

Euro brutto erhöht. Diese Gesamtkosten können nach Mitteilung des Bezirks Niederbayern auch eingehalten werden. Wären die hohen Kosten für die neue Landmaschinenschule, die am 01.04.2015 ihren Schulbetrieb aufgenommen hat, bereits im Jahr 2012 bei der Entscheidungsfindung im zuständigen Bezirksausschuss bekannt gewesen, hätten auf jeden Fall klarere Verhältnisse bestanden und der Bezirk Niederbayern hätte sich von vornherein auf die höhere Ausgabenbelastung einstellen können.

Auch wenn der Neubau der Landmaschinenschule – abgesehen von 1 Million Euro Fördermittel des Freistaats Bayern – vollständig durch Eigenmittel im Rahmen des Vermögenshaushalts des Bezirks Niederbayern finanziert wird, sind letztlich die Steuerzahler die Leidtragenden der rd. 20%igen Kostensteigerung!
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