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02.10.2016

Schwarzbuch 2016 - München Großweil


80 Prozent höhere Kosten – schon bei der Planung!
Der Bezirk Oberbayern beabsichtigt, für sein Freilichtmuseum Glentleiten im oberbayerischen Voralpenland zwischen Murnau und Kochelsee ein neues Eingangsgebäude mit integrierter Gaststätte zu errichten. Dabei sind schon im Planungsstadium die Kosten davongelaufen.






München/Großweil.
Das Freilichtmuseum „Glentleiten“ ist mit rd. 130.000 Besuchern jährlich das führende Freilichtmuseum Südbayerns und eine Bildungseinrichtung, die sich zu 30 Prozent selbst trägt. In dem aus brandschutzrechtlichen Gründen erforderlichen Neubau des Eingangsgebäudes sollen neben der Museumsgaststätte auch ein Museumsladen und Sonderausstellungen untergebracht werden. Als Besonderheit wird die Gastronomie auch mit einer Schaubrauerei aufwarten. Die Fertigstellung des Neubaus ist für 2018 geplant.


München-Großweil - Freilichtmuseum Glentleiten
In einer Grobkostenschätzung wurde 2014 von einer Kostenobergrenze in Höhe von 7,5 Mio. Euro brutto für das Projekt ausgegangen. Spezielle Anforderungen, wie barrierefreiheit und Brandschutz, konnten seinerzeit noch nicht berechnet werden. Nach der zwischenzeitlich durchgeführten Entwurfsplanung belaufen sich die Gesamtkosten schon auf 13,5 Mio. Euro brutto. Bezahlt wird das neue Eingangsgebäude aus Mitteln des Bezirks Oberbayern sowie durch Fördermittel. Auch wenn der Bezirk Oberbayern davon ausgeht, dass „die Pachteinnahmen einen wesentlichen Beitrag zur Investitionsfinanzierung des Gastronomiegebäudeteils leisten“, täuscht dies nicht darüber hinweg, dass wieder einmal die bayerischen Steuerzahler für die gewaltige Kostensteigerung aufkommen werden müssen.

DER BUND DER STEUERZAHLER MAHNT

Bis zur Fertigstellung des Eingangsgebäudes dürfen die Kosten nicht noch weiter in die Höhe schnellen!
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