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26.09.2015

Schwarbuch 2015-München - Stadtwerke München


Stadtwerke München
Kapitel: Teure Fehler

Kein Glück mit sog. Payer Swaps
Die Stadtwerke München GmbH (SWM) erwarb sog. Payer Swaps, die für ihre Zwecke untauglich sind. Im Prozesswege sollte geklärt werden, wer Schuld daran hat. Am Ende hat man sich verglichen.

München. Die Stadtwerke München GmbH, deren Alleingesellschafterin die Landeshauptstadt München ist, machte mit pikanten Geldgeschäften von sich reden. Sie tätigte Zinsabsicherungsgeschäfte, sog. Payer Swaps. Dabei handelt es sich um Finanzierungsinstrumente, die das Risiko von Zinsschwankungen absichern sollen, die aber selbst nicht immer ohne Risiko sind. Bei den Stadtwerken München hat sich im Rahmen einer Überprüfung der Verdacht ergeben, dass ihnen für ihre Zwecke untaugliche Geschäfte von einer japanischen Bank mit Sitz in London empfohlen wurden. Aufgrund vermuteter fehlerhafter Beratung bei sechs Geschäften, die vor 2012 abgeschlossen wurden, hatte die SWM die sie beratende Bank auf Rückabwicklung verklagt. In dem Prozess sollte geklärt werden, wer Schuld daran trägt, dass die SWM die Verträge überhaupt abgeschlossen hat. Auch wenn sich nach Mitteilung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München keine belastbaren Aussagen zu Gewinnen oder Verlusten aus diesen Geschäften machen lassen, wurden dem Vernehmen nach im Jahresabschluss 2013 der SWM hierfür erhebliche Rückstellungen gebildet. Schließlich wurde der Prozess durch Vergleich beendet. „Über den Inhalt des Vergleichs wurde Vertraulichkeit verabredet“ – wie der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München den Bund der Steuerzahler wissen ließ. Damit wird den Gebührenzahlern die Höhe des Schadens vorenthalten. Im Sinne der Münchner Gebührenzahler bleibt zu hoffen, dass sich ihre Stadtwerke künftig nicht mehr „verzocken“.
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