Garmisch-Partenkirchen
Die Baukosten der „Großen Olympiaschanze“ belaufen sich trotz Kürzungen von Schlussrechnungsforderungen (1,4 Mio. €) endgültig auf 17,24 Mio. €. Darin enthalten sind neben den Bauleistungen u. a. auch Rechtskosten sowie Eigenbeteiligungen an Schadensregulierungen aufgrund von Unwettern in Höhe von insgesamt rd. 420.000,-- €. Die nicht unerhebliche Kostensteigerung ist aus Sicht des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands auf die extrem kurze Vorbereitungszeit sowie auf die noch kürzere Ausführungszeit der Baumaßnahme zurückzuführen. Um das Neujahr-Skispringen 2008 in Garmisch-Partenkirchen nicht zu gefährden – die FIS, der internationale Skiverband, hatte nämlich keine weitere Verlängerung der Zertifizierung der alten Skisprungschanze in Aussicht gestellt – war Eile geboten. Die überhastete Planung machte zwangsläufig Änderungen notwendig. Hinzu kamen Störungen in Bauablauf, wie z. B. Erzeugung von Kunstschnee für Veranstaltungen. All dies sowie erhebliche Kostensteigerungen bei Erd- und Stahlbau verteuerten die Große Olympiaschanze.
Auch wenn die neue „K125“ durch Mittel der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Bayern gefördert wird und sich die Gesamtkosten der Skisprungschanze im internationalen Vergleich sehen lassen können, so sind es doch die Steuerzahler, die die rd. 70%ige Kostensteigerung schultern müssen.








