Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. - Newsletterinhalte

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16.10.2011

Bamberg

Zu einem „Fass ohne Boden“ hat sich der Neubau der Kettenbrücke in Bamberg entwickelt. Der Bund der Steuerzahler hat schon in seinem Schwarzbuch 2010 über die Kostenexplosion beim Bau dieser Brücke berichtet. Damals steigerte man sich von einer anfangs groben Schätzung der „Projektkosten“ von 6,1 Mio. € auf 14,9 Mio. €. Doch die Stadt Bamberg hat weiterhin kein glückliches Händchen bei der Kostenentwicklung ihrer Kettenbrücke.

Abermals stiegen die Kosten um 2,5 Mio. € auf 17,4 Mio. €. Ursächlich hierfür waren in erster Linie notwendige statische Aufrüstungen und Umplanungen bei der Fundamentierung der Brücke. Zu Buche schlugen auch die Kosten für den Architektenwettbewerb und der Ablösebetrag für die alte Brücke an das zuständige Wasserstraßenneubauamt. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Durch die Kopplung der Honorare für Architekten und Ingenieure an die gestiegenen Baukosten ist eine erneute Kostensteigerung von 1,4 Mio. € zu verzeichnen. Die Kosten der Kettenbrücke haben sich daher auf 18,8 Mio. € erhöht. Der Bund der Steuerzahler hat schon im Jahr 2010 die Kostensteigerung der Kettenbrücke von 6,1 Mio. € auf 14,9 Mio. € scharf kritisiert. Aber bei dem jetzigen Stand der Kostenexplosion von 6,1 Mio. € auf sage und schreibe 18,8 Mio. €, also einer Steigerung von über 200 %, fehlen einem die Worte.

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