Augsburg - Straßenbahnunterführung
Diese Wendeschleife ist offenbar nur deshalb erforderlich, weil es die Stadt Augsburg bisher verschlafen hat, eine endgültige weitere Linienführung der Straßenbahn festzulegen.
Im November 2006 ist man für die Untertunnelung noch von Kosten in Höhe von rd. 70 Mio. € ausgegangen. Zwischenzeitlich war man bei 94,5 Mio. € angelangt. Wegen der Wendeschleife muss man nunmehr von einem Kostenrahmen von mindestens 102,5 Mio. € ausgehen. Damit sind die Kosten des ehrgeizigen Projekts um fast 50% explodiert. Trotz der Kostensteigerungen, erheblicher Kritik aus Fachkreisen und des Bundes der Steuerzahler wurden kostengünstigere Varianten unter Verzicht auf die zweistöckige Straßenbahnunterführung nicht ernsthaft geprüft. Als Hauptargument dafür diente die Sorge um eine Verzögerung des Projekts und der drohende Verlust von Zuschüssen. Die Stadt Augsburg sowie ihre Stadtwerke, die sich beide in einer angespannten Haushaltssituation befinden, werden nach Auffassung des Bundes der Steuerzahler nicht in der Lage sein, weitere finanzielle Lasten zu schultern, selbst wenn zusätzliche öffentliche Zuschüsse in das Projekt fließen sollten. Doch gleich, aus welchem Topf die Finanzierungsmittel kommen, handelt es sich dabei stets um Gelder der Steuer- und Gebührenzahler.
Nachdem sich die Realisierung des Projekts noch bis zum Jahr 2019 hinziehen soll, sehen die Steuerzahler in Anbetracht der bisherigen Kostensteigerungen noch kein Licht am Ende des Tunnels.
Der Bund der Steuerzahler befürchtet, dass zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Projekts weit über 120 Mio. € in das aufwändige Bauvorhaben fließen werden. Wie tief dabei dann den Augsburger Steuerzahlern noch in die Tasche gegriffen wird, bleibt abzuwarten.





